Monday 3. August 2020
Geschichten über lähmende Angst und beflügelnden Mut:

Eröffnung der LebensZEICHEN-Ausstellung MUT/ANGST in Sarleinsbach

Rund 70 Geschichten und Dinge aus dem Leben von Menschen zu MUT/ANGST sind bis 9. Februar im Gemeindeamt Sarleinsbach-Atzesberg ausgestellt und es kommen täglich mehr dazu. Am Donnerstagabend, 23. Jänner 2014 wurde die LebensZEICHEN-Ausstellung zum Mitmachen mit regem Interesse eröffnet. Das Katholische Bildungswerk, Pfarren, Arcus Sozialnetzwerk, Treffpunkt mensch & arbeit der Region und aus Sarleinsbach organisierten die LebensZEICHEN-Ausstellung. Abt Martin Felhofer hielt die Eröffnungsansprache.

„Die Dinge und Geschichten repräsentieren Lebensrealität“, sagte Bischofsvikar Johann Hintermaier bei der Eröffnung: „Mut und Angst tragen viele Menschen mit sich in vielen Lebensbereichen. Der Gottesname ICH BIN DA ist hier eine wesentliche Stütze.“ Die Lebensgeschichten rühren an und berühren, wie dem Leiter des Katholischen Bildungswerkes Christian Pichler ging es vielen der rund 150 BesucherInnen der Eröffnung. Mit besonderem Engagement setzten sich Viki und Bernhard Lang aus Sarleinsbach für die LebensZEICHEN-Ausstellung ein und zeigten damit wie viele mutmachende Menschen und Initiativen es in der Region um Sarleinsbach gibt.

 

Abt Martin Felhofer vom Stift Schlägl erzählte in seinem Vortrag persönliche Geschichten zum Themenpaar MUT/ANGST. Angstgeschichten aus der Kindheit wirken bis heute nach. Immer wieder habe ihn in seinem Leben allerdings die Gewissheit ermutigt, dass Gottes Hand und eine Gemeinschaft ihn halten. Aus diesem Grund habe er auch als Abt den Wahlspruch gewählt: „Mit Gott dem Leben trauen.“

 

 

Die Geschichten der Ausstellung erzählen aus dem konkreten Leben:

 

Jasmin, 21

Gegenstand: Tomaten

Mit 13 war ich sehr schüchtern und hatte Angst, mit fremden Menschen zu reden. Jedes Mal wurde ich rot wie eine Tomate – das war mir sehr peinlich. Als ich allein nach Rohrbach in die Berufsbildende Schule kam, wurde es allmählich besser. Ich musste mit Fremden sprechen, um soziale Kontakte aufzubauen. Mein Selbstbewusstsein wurde gestärkt. Heute kann ich sehr gut mit meiner Schüchternheit umgehen und offen darüber sprechen.

 

Maria, 42

Gegenstand: Bierflasche

Die Alkoholkrankheit meines Vaters prägte vor allem meine Pubertät und mein Leben als junge Erwachsene, begleitet mich aber bis heute. Als ich selbst Mutter wurde, hatte ich immer das Gefühl, etwas tun zu müssen, um meine Kinder vor der Krankheit zu schützen. Jetzt vertraue ich auf das, was wir als Eltern vorleben, auf die Stärke meiner Kinder und darauf, dass Gott seinen Weg führt. Wir haben jetzt keine Broschüren über Süchte mehr im Haus.

 

Zu den VERANSTALTUNGEN im Zuge der Ausstellung.

 

Weitere Fotos zur Eröffnung im Pressebereich.

 

(Foto: Diözese Linz)

http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/
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