Sunday 5. July 2020
Momente der Sprachlosigkeit:

Lebensgeschichten zum Thema GEBURT/TOD berühren bei der LebensZEICHEN Ausstellung in Attnang-Puchheim

Die Vernissage der LebensZEICHEN-Ausstellung zum Mitmachen am Freitag, 22. November 2013 im Bildungszentrum Maximilianhaus in Attnang-Puchheim ging unter die Haut. Die ausgestellten Dinge und Geschichten zum Themenpaar GEBURT/TOD berührten die BesucherInnen stark und ließen eigene Erfahrungen und Erlebnisse hochsteigen.

 

 

Die Ausstellung GEBURT/TOD, die von 23. November bis 8. Dezember 2013 in Attnang-Puchheim stattfindet, stellt Menschen mit ihren existentiellen Lebensgeschichten in den Mittelpunkt. Alle Interessierten, in deren Leben es Erfahrungen oder prägende Erlebnisse mit dem Thema GEBURT/TOD gibt, sind eingeladen, Ausstellungsgegenstände einzubringen und deren Geschichte zu erzählen. Über die Website www.dioezese-linz.at/lebenszeichen ist eine Teilnahme via Foto-Upload bzw. mit der Foto-App Instagram möglich.

 

Der Leiter des Bildungszentrums Wilhelm Seufer-Wasserthal dankte allen Personen, die ihre Lebensgeschichten eingebracht hatten. „Ich hatte heute schon große Momente der Sprachlosigkeit. Diese Geschichten nehmen mich mit und bringen meine Gedanken an die Ränder des Lebens“, so der Bildungshausleiter bei seiner Begrüßung.

 

Mag.a Melanie Wurzer, Projektmitarbeiterin der Diözese Linz und Religionslehrerin erzählte ihre persönliche Geschichte mit ihrer früh verstorbenen Firmpatin. Diese starke Beziehung veranlasste sie schließlich auch zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tod. Wurzer untersuchte darin die Rolle des Todes in der Gesellschaft und der Theologie. „Das Redebedürfnis der Menschen über den Tod in geschützter Atmosphäre ist sehr groß“, sagte Wurzer: „Immer wenn ich sagte, dass ich zum Thema Tod arbeite, folgten viele sehr persönliche Gespräche dazu.“

 

Bischofsvikar Dr. Johann Hintermaier eröffnete die Ausstellung in Puchheim. Er nahm eine Schnur mit, die einerseits den Beginn des Lebens und andererseits das Ende des „Lebensfadens“ darstellen soll. Die Knoten im Lebensfaden würden für jeden Menschen etwas anderes bedeuten. Als Christinnen und Christen glauben wir daran, dass die Auferstehung die Mitte unseres Glaubens ist, betonte Hintermaier. Er bedankte sich bei den OrganisatorInnen des Bildungszentrums Maximilianhaus.

 

Zwei Geschichten aus der Ausstellung:

Maria, 29

Diesen Kochlöffel schnitzte mein Opa, als er bereits todkrank war. Zu meiner Mutter sagte er: „Wenn meine Enkelkinder einmal heiraten, gib ihnen diesen Kochlöffel von mir.“ Als ich zwanzig Jahre später von zu Hause auszog, überreichte mir meine Mutter Opas Kochlöffel. Immer wenn ich ihn verwende denke ich kurz an Opa – das ist oft, denn einen anderen Kochlöffel habe ich nicht gekauft.

 

Maria. 43

Die zwei Babypatscherl stehen für meine Söhne, die gesund zur Welt gekommen sind.

Die drei Engerl hängen jedes Jahr zu Weihnachten am Christbaum. Sie erinnern an meine drei nicht lebend geborenen Kinder, die auch zu unserer Familie gehören.

 

Online Beteiligung erwünscht

Die Ausstellung ist zwei Wochen lang geöffnet und wächst während dieses Zeitraums um Objekte, Geschichten, Fotos und Gedanken, die von den BesucherInnen laufend beigesteuert werden. Ergänzend werden themenbezogene Veranstaltungen angeboten – siehe Überblick unten.

Wer nicht vor Ort teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, sich mit Bildern über die Foto-App Instagram (#lebenszeichen #geburttod) und über http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/puchheim einzubringen.



Öffnungszeiten der Ausstellung von 23. November bis 8. Dezember 2013

im Bildungszentrum Maximilianhaus in Attnang-Puchheim:

 

23. November6. Dezember 2013:

MontagSamstag: 8.00 – 11.30 Uhr

Dienstag: 16.00 – 19.00 Uhr

Samstag, 7. Dezember 2013: 13.00 – 21.00 Uhr

Sonntag, 8. Dezember 2013: 10.00 – 18.00 Uhr

im Rahmen des Weihnachtsmarktes Schloss Puchheim

Zusätzliche Öffnungszeiten jederzeit nach Vereinbarung (07674 66 550, Maximilianhaus)

 

8 Ausstellungen in ganz Oberösterreich

Die Ausstellung in Kirchheim ist Teil einer Ausstellungs-Reihe der Katholischen Kirche in Oberösterreich, die von Herbst 2013 bis Frühjahr 2014 an 8 Veranstaltungsorten in Oberösterreich und online stattfindet. Anhand der vorgegebenen Themenpaare soll erfahrbar und sichtbar werden, was die Menschen bewegt und beschäftigt. Im Zentrum stehen Gefühle, Erfahrungen und Geschichten, die mit anderen geteilt werden sollen. Menschen werden eingeladen, ihre Lebenssituation anhand von ausgestellten Alltagsobjekten symbolisch zu teilen und buchstäblich mitzuteilen. Im Grunde geht es um die Frage: „Wie geht es dir?“

Die Gegensatzpaare thematisieren die Spannungsfelder, Konflikte und Widersprüche, die jedes Leben prägen. Alles soll Platz finden und wird wertschätzend so wahrgenommen, wie es ist und erlebt wird.

Im Mittelpunkt des Interesses stehen Menschen mit ihren Lebensgeschichten – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und ihrer Kirchennähe. Durch die unterschiedlichen, auch interaktiven Möglichkeiten zur Teilnahme sollen unterschiedliche Alters- und Zielgruppen angesprochen und zur Teilnahme aktiviert werden.

Die gesammelten LebensZEICHEN der Menschen sind für die Katholische Kirche in Oberösterreich ein wertvoller Einblick in den Lebensalltag der Menschen. In einem nächsten Schritt sollen aus der Reflexion dieser LebensZEICHEN Handlungen abgeleitet werden, die die Menschen von heute als lebensfördernd und sinnstiftend erfahren.



LebensZEICHEN-Veranstaltungen in Attnang-Puchheim:

23. November bis 8. Dezember 2013

Ausstellung GEBURT/TOD



Mo., 25. November 2013, 14.00 – 18.00 Uhr

Workshop „Rendezvouz mit meiner Seele. Die Metamorphische Methode“

Für werdende Mütter, Mütter und Väter sowie Menschen, die Eltern werden möchten.

Anmeldung erforderlich

Beitrag: € 60,00

Bildungszentrum Maximilianhaus



Mo., 25. November 2013, 19.30 Uhr

Vortrag „Der Tod und das Danach. Aktuelle Erkenntnisse und Einblicke über das Jenseits aus der Sicht eines Physikers und eines Theologen“

Dr. Stefan Schlager (Theologe), Dr. Ferry Kienberger (Physiker)

Beitrag: € 9,00 Vorreservierung / € 11,00 Abendkassa

Anmeldung erwünscht

Bildungszentrum Maximilianhaus



Mi., 4. Dezember 2013, 20.00 Uhr

In jedem Ende steckt ein neuer Anfang. Lichterweg zu Anfang, Ende und Neubeginn

Wilhelm Seufer-Wasserthal

Beitrag: freiwillige Spenden

Bildungszentrum Maximilianhaus



Sa., 7. Dezember 2013, 13.00-21.00 Uhr,

So., 8. Dezember 2013, 10.00-18.00 Uhr

Weihnachtsmarkt im Schloss Puchheim



http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/site/projekte/ausstellungen/geburttod



Kontakt:

Wilhelm Seufer-Wasserthal

Leiter Bildungszentrum Maximilianhaus

+43 7674 66 550

wilhelm.seufer@dioezese-linz.at


Weitere Fotos: Pressefotos

Fotonachweis: Diözese Linz

Fotos von der Vernissage der Ausstellung zum Mitmachen in Attnang-Puchheim.

http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/
Display:   Standard - Mobil