Friday 18. October 2019
Workshop: Bibliodrama:

„Der Traum als Botschaft der Seele“

Am 20.1.2014 wurde im Zuge der Ausstellung zu Krank/Gesund in Bad Ischl ein Bibliodrama zur alttestamentlichen Geschichte von Jakobs Traum (Gen 28,10-22) gespielt. Dabei wurde eine kreative Zugangsweise zum biblischen Text erlebt, wobei die TeilnehmerInnen sich in ihren Gefühlen und Vorstellungen auch körperlich ausdrückten.

Sie erfuhren, dass den vorgegebenen Textinhalt verändern und seiner gegenwärtigen Lebenssituation anpassen können.

 

Als erstes setzten sich die TeilnehmerInnen mit den Wortbestandteilen des Wortes Traum auseinander. Nachdem die Erzählung, der mit Konflikten behafteten Familiengeschichte Jakobs, kurz erzählt worden war, fanden die TeilnehmerInnen ihre Rollen. Ein besonders betonter dynamischer Verlauf des Gruppenprozesses erfolgte durch das energische Handeln der Mutter Rebekka, die ihren Söhnen, den Zwillingen Esau und Jakob zu gleichen Teilen das Erbe anbietet und ihren Mann Isaak ermutigt, in einem sehr berührendem Moment, die Söhne zur gleichen Zeit gemeinsam zu segnen. Bewusst wird die Gesetzeshaltung des Alten Testamentes aufgelöst unter dem Motto: „Wir spielen das alte Spiel nicht mehr mit“ und eine neue lösungsorientierte Ordnung  kreiert. Ebenso spiegelte sich dieses neue Bewusstsein - einer friedvollen Ordnung -  in allen TeilnehmerInnen, als Jakob die Engel und die übrigen MitspielerInnen zu einem Fest an der Stätte Bet El, dem Haus Gottes einlädt. Er beginnt mit den vorhandenen Steinen ein Fundament zu bauen, auf dem er sich niederlassen kann und nicht mehr fliehen muss.

Nach der Pause stellten die TeilnehmerInnen fest, dass diese vorausgehenden, mystischen Szenen eine Ouvertüre zu den folgenden Erklärungen für das Traumverständnis darstellten.

Die angebotenen Trauminterpretationen können durch die Bilder der Seele als Hilfestellung zur Gesundheitsvorsorge und Lebensbewältigung eingesetzt werden.
Mit der kurzen Meditation, dem  Gebet des Enoch, „Sei still, wisse, ich bin Gott“
beenden wir den  anregenden Abend.

 

Die Organisatorin und Leiterin durch den Abend, Christina Angela Fischer freute sich über die intensive Mitarbeit und die interessierte Teilnahme der BesucherInnen.

 

(Foto: Manuela Oberhamberger)

http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/
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