Freitag 15. Dezember 2017

Ich bin mit dir unterwegs...

Violetta Wakolbinger

"Ich bin mit dir unterwegs..." - "ganz egal wo". Eine Zusage, die von einem sehr guten Freund/einer sehr guten Freundin stammen kann, dem/der LebenspartnerIn, aber auch eine Zusage, die Gott den Menschen macht. Deshalb ist es auch eine Zusage, die die Kirche in Oberösterreich den Menschen hier machen sollte, das haben die LebensZEICHEN gezeigt.

 

Wanderschuhe wurden in den 8 Ausstellungen zum Mitmachen mehrfach gezeigt. Oft wurden sie mit einer gewissen Bergbegeisterung in Verbindung gebracht, manchmal auch mit einer Überforderung am Berg und der Lehre daraus, das nächste Mal Nein-zu-sagen.

 

In dieser Freecard ist der Schuh ein Symbol für das Begleiten von Menschen. Wenn man Menschen begleitet, dann kann man nicht in seinen eigenen vier Wänden bleiben, sondern muss hinaus gehen. Sich auf den Weg machen, gemeinsam mit dem jenigen, den man begleitet. Um dies zu betonen ist auf der Rückseite zu lesen: "ganz egal wo". Wenn man einen Menschen begleitet, dann hat das etwas bedingungsloses. Am Berg zum Beispiel kann man den anderen/die andere auch nicht einfach alleine lassen. Man muss gemeinsam weiter, oder man findet eine passende Ablöse. Jedenfalls kann man den anderen Menschen nicht sich selbst überlassen.

 

In diese Richtung gehen auch die Schlüsse bzw. Thesen, die die Forschungsgruppe der Katholische Universität aus den Gegenständen in den Ausstellungen gezogen hat:

 

Der Ortwechsel an fremde, profane Orte und in neue Formate ist eine Chance, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sonst nicht erreicht werden. Dies sollte in Form von Projekten in der Pastoral fortgeführt werden.

Dabei ist es wichtig, aus den gewohnten Mustern auszusteigen. Es geht um die Bereitschaft sich-auszusetzen, an andere Rahmenbedingungen anzupassen und aus anderen Zusammenhängen zu lernen. Dies in Bescheidenheit und in der Akzeptanz eigener Fragmentariät und Vergänglichkeit.

In den Ausstellungen wurde deutlich, wie wichtig persönliche Kontakte und auch WegbegleiterInnen für die Menschen sind. Ihre Kontakte zur Kirche sind oftmals sehr punktuell. Umso wichtiger sind FreundInnen und KollegInnen, die glauben. Ehrenamtliche in den Pfarren werden oftmals nicht über ihr Glaubensleben, sondern über ihr Engagement wahrgenommen. SeelsorgerInnen werden erst im späteren Verlauf wichtig, wenn sozusagen die fachtheologische Kompetenz gefragt ist und wenn es um die spirituelle Begeleitung geht.

 

Abseits von diesen Vorschlägen für die pastorale Arbeit, kann die Karte auch ein Anreiz sein, zum Bild und Inhalt der Freecard im pfarrlichen Rahmen zu arbeiten. Etwa hinsichtlich des aktuellen Themas Flucht.

Dafür haben wir Beispiele für Impulse für Pfarrgemeinderatssitzungen oder Gottesdienste zum Thema Flucht zusammen gestellt.

 

 

 

http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/
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