Sunday 25. August 2019
Ein guter Anfang

Impulse aus dem II. Vatikanischen Konzil für Sitzungen und Treffen

Eine Broschüre der Katholischen Aktion bietet Anstöße – thematisch am Konzil orientiert – für Sitzungen und Treffen. Der Titel “Ein guter Anfang” verweist darauf, dass die Kirche immer wieder neu anfangen kann und darf. Von den 16 Dokumenten des II. Vatikanums werden die ersten vier (in der Reihenfolge der Beschlussfassung) in den Impulsen aufgegriffen: das sind die Dokumente über Liturgie, soziale Kommunikationsmittel, Kirche und katholische Ostkirchen. Vorangestellt ist die Eröffnungsansprache von Johannes XXIII als erster Implus.

 

Das Konzil und die Frauen

Das Buch rückt vier feministisch-theologische Pionierinnen in den Mittelpunkt: die Schweizer Juristin Gertrud Heinzelmann (1914-1999), die konvertierte Protestantin Iris Müller (1930-2001), die Theologinnen Ida Raming (geboren 1932) und Josefa Theresia Münch (geboren 1930). Im Kontext der Lebensgeschichten werden ihre Konzilseingaben vorgestellt, die 1964 in ein gemeinsames Buch mit dem Titel: „Wir schweigen nicht länger“ mündeten. Der deutschsprachige Raum war so in den Konzilsjahren 1962 bis 1965 ein Kristallisationspunkt der Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit und einer neuen Anthropologie und wurde zur „Wiege“ feministisch-theologischer Auseinandersetzung in der katholischen Kirche und darüberhinaus. Die (beginnende) Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft, aber auch in den Kirchen der Reformation, öffnete zugleich mit der Aufbruchsstimmung rund um das Konzil ein „Zeitfenster“ für katholische Frauen, die sich ihrer schon biblisch begründeten Würde bewusst wurden und Gerechtigkeit einforderten…

Aggiornamento heute

Diversität als Horizont einer Theologie der Welt

Die neuen theologischen Wege, die Theologinnen nach dem Konzil eingeschlagen haben, die Entstehung des Feminismus und der neuen Frauenbewegung in der katholischen Kirche, feministische und kontextuelle Theologien basieren auf den Impulsen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Doch muss das Aggiornamento, für das dieses Konzil steht, unter den Bedingungen von Globalisierung, Multikulturalität und Säkularisierung neu für die heutige Zeit wahrgenommen werden. Die Beiträge des vorliegenden Buches stellen sich dieser Aufgabe: Sie entwickeln Grundlinien einer Theologie, die diese Diversität als theologische Kategorie ernstnimmt und in die heutige Rede von Gott zu integrieren versucht.

http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/
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